Lumia Stiftung

Hoffnung & Trauer

Zum Schluss möchten wir Ihnen einige Erfahrungen von den eingangs erwähnten Menschen weitergeben, die uns im Umgang mit ihrem veränderten Leben sehr beeindruckt haben. 

„Ich hatte und habe immer diese Hoffnungen. Dass mein Sohn besser dran ist als die anderen in der Klinik. Dass die Reha ihm da raushilft. Dass die Pflege und Förderung im Heim etwas hilft. Dass er Riesenschritte macht, wenn er nach Hause kommt. Ohne diese Hoffnungen hätte ich die Kraft nicht aufgebracht, die diese Schritte gekostet haben, auch wenn sich viele dieser Hoffnungen nicht erfüllt haben.“

„Ich habe dann alles getan, um mich von dem Schmerz abzulenken. Habe angefangen zu schmökern, alles zu lesen. Habe mich in Internetforen getummelt, versucht mich schlauzumachen. Wissen hilft!“ 

„Wie ich mich erhole? Ich höre laut Musik im Auto! Dann kann ich mal was anderes fühlen.“ 

„Menschen, die mit einem aushalten, dass es ist, wie es ist, gibt es ja nicht so viele.“

„Die Chance, sich regelmäßig selbst zu reflektieren, hat mich gestärkt, mir geholfen, Routinen zu entwickeln, meinen Ängsten auf die Spur zu kommen, zu akzeptieren, was ist – und was nicht mehr ist. Wenn ich das nicht regelmäßig mache, verliert sich der Effekt ein wenig.“ 

„So oft sitze ich da und denke: Wach du nur auf, dann schreiben wir ein Buch – über das alles hier. Wir – gemeinsam.“ 

„Die Verarbeitung des Themas Schuld drängt sich mir immer wieder auf. Es ist ganz schwer oder schwierig, da dranzubleiben. Aber ich muss. Das weiß ich.“ 

„Ich habe nach dem Unfall von meinem Sohn zum Glauben an den Herrn Jesus Christus gefunden. Er ist für mich Kraftquelle und Sinnstiftung.“ 

„Meine beste Freundin. Sie war mir von Anfang an eine große Hilfe. Sie hat verhindert, dass ich mich aufgebe. Sie hat mir immer auch noch anderes zugetraut als ich. Es gipfelte unlängst darin, dass sie mir einen Job besorgte, den für mich zusagte und meinen aufkommenden Zweifeln mit den Worten entgegnete: ,Du kannst das! Fertig!‘ Seither verkaufe ich an zwei Tagen in der Woche Schmuck. Und das tut mir gut.“

„Mein Mann nimmt mir viel Organisatorisches ab. Vielleicht hält er innerlich mehr Abstand als ich. Aber verloren haben wir eben alle drei unsere Simone, so wie sie war. Und jeder verarbeitet das anders.“

Illustration Wurzeln

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