Lumia Stiftung

In der Reha

Selbstfürsorge

In dieser belastenden Zeit ziehen sich manche Familienmitglieder mehr und mehr von anderen Personen zurück, weil der Kontakt zu anderen Menschen ihre Kräfte übersteigt. Sogar liebevolle Nachfragen nach dem Befinden ihres Kindes und Hilfsangebote von Verwandten, Freunden, Bekannten und Nachbarn können manchmal als belastend erlebt werden, weil man nicht immer Antworten darauf findet.

Illustration Selbstfürsorge

Falls es Ihnen ähnlich geht, überlegen Sie einmal, wer Sie wie konkret unterstützen könnte. Was kann Ihnen jemand abnehmen? Wobei kann Ihnen jemand helfen? Könnte eine Freundin Sie dabei unterstützen, die Anträge zu stellen? Kann der Nachbar auch Ihren Rasen mähen? Kann Ihre Schwester Sie im Haushalt unterstützen? Können die Freunde Ihres Kindes eine CD mit seiner Lieblingsmusik zusammenstellen oder Bilder für die kahle Wand in der Reha-Einrichtung malen? Kann jemand die Büchereibücher für Sie abgeben?

Die psychischen und organisatorischen Belastungen sind oft immens. Wenn Ihnen Hilfe angeboten wird, scheuen Sie sich nicht, diese anzunehmen und konkret zu benennen, womit Ihnen jemand eine Hilfe wäre. Damit entlasten Sie nicht nur sich selbst. Auch Ihre Verwandten und Bekannten werden dankbar sein, wenn sie Hinweise darauf erhalten, wie sie sich hilfreich einbringen können.

Sie fragen sich wahrscheinlich in erster Linie, was Sie für Ihr Kind tun können, und denken weniger an sich selbst. Damit Sie für Ihr Kind da sein, es begleiten, fördern und unterstützen können, brauchen Sie viel Kraft. Kraft, die nicht unbegrenzt vorhanden ist und die sich nicht von alleine wieder auflädt. Aus diesem Grund sind wir der Meinung: Indem Sie auf sich selbst achten, tun Sie auch aktiv etwas für Ihr Kind.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter „Selbstfürsorge“.

So mag ich begrüßt werden

Abschließend möchten wir Ihnen zu der Frage, was Sie für Ihr Kind tun können, noch etwas Praktisches an die Hand geben: eine „So-mag-ich-begrüßt-werden“-Karte.

Sie können auf der Karte zum Beispiel ein Foto von Ihrem Kind einkleben und notieren, wie Ihr Kind – Ihrer Einschätzung nach – gerne von anderen Menschen begrüßt werden möchte. Die ausgefüllte Karte können Sie dann beispielsweise in die Nähe des Bettes oder direkt an das Bett Ihres Kindes hängen, wo sie für alle Besucher gut sichtbar ist.

Die „So-mag-ich-begrüßt-werden“-Karte hat viel Potenzial: Verwandte und Bekannte, die Ihr Kind bereits vor dem Unfallereignis kannten, sind häufig verunsichert, wie sie sich ihm jetzt nähern können, dürfen und sollen. Der Hinweis auf der Karte, dass Ihr Kind beispielsweise gerne begrüßt werden möchte, indem es namentlich angesprochen und an der Schulter berührt wird, schafft Sicherheit für alle Besucher und sorgt zugleich für einen respektvollen Umgang mit Ihrem Kind. Auch für das Personal in der Rehabilitationsklinik sind solche Hinweise oft hilfreich, um eine persönliche Verbindung zum Kind aufzubauen.

 
Karte - So mag ich begrüsst werden

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