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Langzeitentlastung

Kurzzeitpflege/Entlastungspflege

Kurzzeitpflege kann in Anspruch genommen werden, wenn Sie die Pflege Ihres Kindes zu Hause vorübergehend nicht leisten können. Hierfür kann es – wie auch bei der Verhinderungspflege – viele verschiedene Gründe geben: einen Urlaub, Umbaumaßnahmen in der Wohnung, eigene Krankheit …

Anders als die Verhinderungspflege kann die Kurzzeitpflege nach § 42 des Sozialgesetzbuchs 11 (SGB XI), manchmal auch Entlastungspflege genannt, sofort in Anspruch genommen werden – das heißt, sobald Ihr Kind als pflegebedürftig eingestuft wurde (mindestens Pflegegrad 2).

Die Kurzzeitpflege kann nur in zugelassenen Einrichtungen und nicht bei Ihnen zu Hause stattfinden.

Möglichkeiten der Kurzzeitpflege:
  • Vereinzelt gibt es in Deutschland spezielle Kurzzeitpflegeeinrichtungen für Kinder und Jugendliche mit schweren Behinderungen.
  • Häufig bieten (Kinder-)Pflegeheime auch einzelne Plätze zur Kurzzeitpflege an.
  • Auch Kinder-Hospize bieten teilweise Entlastungspflege an und stehen Familien nicht nur in akuten Krisen oder der letzten Lebensphase des Kindes zur Seite.
  • Sofern die pflegerische Versorgung sichergestellt werden kann, ist in manchen Fällen auch eine Kurzzeitpflege in Einrichtungen der Hilfe für Menschen mit Behinderungen möglich.
Illustration Kurzzeitpflege
Dauer und Höhe der Leistung

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten der Kurzzeitpflege für längstens 8 Wochen im Jahr und bis zu einem Betrag von maximal 1.612 Euro.

Ergänzend kann der komplette Leistungsbetrag der Verhinderungspflege in Höhe von 1.612 Euro für die Kurzzeitpflege umgewidmet werden, sofern er noch zur Verfügung steht. In dem Fall können 3.224 Euro für die Kurzzeitpflege genutzt werden. 

Illustration Verhinderung-und Kurzzeitpflege

Umwidmungsmöglichkeiten zwischen Verhinderungs- und Kurzzeitpflege

Während der Kurzzeitpflege wird die Hälfte des Pflegegeldes weitergezahlt.

 

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