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Langzeitentlastung

Von der Pflegekasse nicht übernommen werden die Kosten für Unterkunft und Verpflegung in der jeweiligen Einrichtung; man spricht auch von „Hotelkosten“. Dafür müssen Sie mit einem Eigenanteil rechnen, für den Sie jedoch gegebenenfalls andere gesetzliche Leistungen in Anspruch nehmen können (zum Beispiel Entlastungsbetrag).

Wenn Sie eine Einrichtung gefunden und einen Zeitraum vereinbart haben, müssen Sie einen Antrag auf Kurzzeitpflege bei der Pflegekasse einreichen. Entsprechende Formulare werden von den Pflegekassen häufig bereits online bereitgestellt oder können angefordert werden.

Wichtig:
Der Anspruch auf Verhinderungs- und Kurzzeitpflege entsteht jedes Jahr neu. Nicht in Anspruch genommene Leistungen verfallen nach einem Kalenderjahr.

 
Gut zu wissen
Hilfe zur Pflege

Die Leistungen der Pflegekassen sind auf bestimmte Beträge beschränkt, durch die der vollständige Pflegebedarf aber nicht zwingend gedeckt ist. Deshalb steht unter bestimmten Voraussetzungen Hilfe zur Pflege als aufstockende Leistung der Sozialhilfe oder der Eingliederungshilfe zur Verfügung.

Reichen beispielsweise die Leistungen der Pflegeversicherung für die geplante Kurzzeitpflege nicht aus und der pflegebedürftige Mensch beziehungsweise seine Eltern können die verbleibenden Kosten nicht aus eigenen Mitteln tragen, kann Hilfe zur Pflege beim Sozialhilfeträger beantragt werden.

Wichtig:
Bei Personen, die Eingliederungshilfe erhalten und bei denen eine Behinderung von Geburt an oder vor Erreichen des Rentenalters eingetreten ist, wird Hilfe zur Pflege auch durch die Eingliederungshilfe geleistet (und nicht durch die Sozialhilfe). Für diese Personen gelten dann die günstigeren Einkommens- und Vermögensgrenzen der Eingliederungshilfe (im Vergleich zu den Einkommens- und Vermögensgrenzen der Sozialhilfe). Bei minderjährigen Kindern ist das Einkommen/Vermögen der Eltern entscheidend.

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