Lumia Stiftung

Selbstfürsorge

Trauern und Abschied nehmen

In unserer Kultur wird Trauer überwiegend mit Tod verbunden. Eltern berichten uns manchmal, dass sie es als befremdlich oder schuldhaft erfahren, dass sie Trauer über den Verlust ihres gesunden Kindes empfinden, da es doch am Leben ist. Es ist überhaupt nicht befremdlich, dass Sie trauern, denn Sie müssen Abschied nehmen von Wünschen und Fantasien, die Sie für Ihr gesundes Kind hatten, und auch Abschied nehmen von der Hoffnung, dass Ihr Kind einmal wieder genau so wird, wie es vor dem Unfall war.

Wenn Sie Ihre Trauer vermeiden, birgt das die Gefahr, dass sich Ihre Kräfte zunehmend erschöpfen und es für Sie immer mühsamer wird, für Ihr Kind zu sorgen.

Sie fragen sich möglicherweise, wie Sie Ihre Trauer zulassen können, wenn Sie den größten Teil des Tages in die Betreuung und Pflege Ihres Kindes eingebunden sind? Vielleicht helfen Ihnen kleine Rituale als symbolische Handlungen, die sie verlässlich in Ihren Alltag einbinden können. In wertschätzender Erinnerung an die Zeit vor dem Unfall können Sie Rituale Ihres Kindes mit ihm gemeinsam fortführen. In diesem Moment fühlen Sie sich Ihrem Kind vermutlich in ganz besonderer Weise verbunden und können eventuell Gefühle zulassen, die in Ihrem Pflegealltag keinen Platz finden.

Illustration Trauer

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